Vereinigungsminister Chung Dong-young sieht als einen der Erfolge seines Washingtonbesuchs, dass der Argwohn der US-Regierung gegen Nordkorea gemildert werden konnte.
Besonderes Gewicht habe das Treffen mit Vizepräsident Dick Cheney gehabt, das nach Chungs Auffassung zu einem „sehr geeigneten“ Zeitpunkt zustande kam. Vor der Presse in Seoul sagte der Minister weiter, dass das Treffen mit dem US-Vize der Lösung der nordkoreanischen Nuklearproblematik diente.
Die USA hätten Verständnis gezeigt, dass für die Lösung des Nuklearstreits eine engagierte Rolle Südkoreas notwendig sei. Unter einer aktiven südkoreanischen Rolle verstehe man einen Beitrag zum Abbau des Misstrauens zwischen den USA und Nordkorea, hieß es. Was genau Cheney gesagt habe, ist auf Forderung der USA nicht veröffentlicht worden.
Minister Chung, der letzten Monat in Pjöngjang mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il zusammengekommen war, hatte bis gestern fünf Tage lang Washington besucht.