Der Kommandeur der US-Truppen in Korea (USFK), Xavier Brunson, hat davor gewarnt, bei der geplanten Übergabe der Befehlsgewalt im Kriegsfall unter Zeitdruck Kompromisse einzugehen.
Voraussetzungen dürften nicht abgeschwächt oder ignoriert werden, nur um einen Zeitplan einzuhalten, sagte der General am Freitag bei einem Online-Seminar. Das gelte für die geplante Übergabe der sogenannten Wartime Operational Control (OPCON) an Südkorea. Brunson steht zugleich dem gemeinsamen Kommando Südkoreas und der USA (CFC) vor.
Brunson erklärte, Präsident Lee Jae Myung wolle den Transfer noch innerhalb seiner Amtszeit erreichen. Auch der Zeitpunkt, bis zu dem die Bedingungen erfüllt sein sollten, sei bekannt. Dennoch müsse man offen sagen können, dass dieses Ziel möglicherweise nicht erreichbar sei.
Die Anforderungen stünden in direktem Zusammenhang mit der Einsatzbereitschaft, betonte Brunson. Am Ende müsse die Allianz durch die Übergabe der Befehlsgewalt stärker werden – nicht schwächer.