Kim Bom-suk, Gründer und Vorsitzender von Coupang Inc., will zu einer für Mittwoch vorgesehenen Anhörung der Nationalversammlung zum massiven Datenleck bei dem E-Commerce-Riesen nicht erscheinen.
Kim benachrichtigte am Sonntag das südkoreanische Parlament über seine Entscheidung, wie Choi Min-hee, Abgeordnete der Demokratischen Partei (DP) und Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Wissenschaft, IKT, Rundfunk und Kommunikation, bekannt gab.
Als CEO eines globalen Unternehmens, das weltweit in über 170 Ländern tätig sei, werde er aufgrund seiner offiziellen geschäftlichen Termine daran gehindert, an der Anhörung teilzunehmen, erklärte der Unternehmer, der auch als Bom Kim bekannt ist.
Die DP-Abgeordneten des Wissenschaftsausschusses warfen Kim vor, angesichts einer nationalen Katastrophe des Durchsickerns personenbezogener Daten von 33,7 Millionen Menschen, sich von den Bürgern und der Nationalversammlung abgewandt und sich fürs Weglaufen entschieden zu haben.
Choi Hyung-du, Abgeordneter der Partei Macht des Volks, sagte, es wäre eine schwere Fehlkalkulation, wenn die Verantwortlichen von Coupang die Anhörung zu vermeiden versuchten, obwohl sie eine nationale Sicherheitskrise verursacht hätten. Dies würde zu größerer öffentlicher Wut über Verantwortungslosigkeit führen.