Südkorea hat Japan die Nichteinhaltung von Zusagen zu einer ehemaligen Stätte der Zwangsarbeit von Koreanern vorgeworfen.
Am Montag veröffentlichte das UNESCO-Welterbekomitee (WHC) Japans Bericht über die Umsetzung der Empfehlungen des Komitees zum Minenkomplex Sado, ein Weltkulturerbe.
Ein Beamter des Außenministeriums in Seoul wies darauf hin, dass der Bericht weder eine Beschreibung noch eine Erklärung zur Geschichte der Zwangsmobilisierung von Koreanern enthalte. Dabei mache diese den Kern der „gesamten Geschichte“ der Stätte aus.
Die Minen von Sado waren im Juli letzten Jahres in die Welterbeliste aufgenommen worden. Das Welterbekomitee hatte damals acht Empfehlungen gegeben, über deren Umsetzung Japan später berichten sollte. Eine der Auflagen besagt, dass bei der Präsentation der Stätte vor Ort und in ihren Einrichtungen, deren gesamte Geschichte umfassend behandelt werden soll.
Konkret wurde empfohlen, alle Perioden der Minenerschließung zu berücksichtigen.
Damit ist auch die Geschichte der Zwangsarbeit von Koreanern gemeint.
Südkorea pochte nach Bekanntwerden des neuen Berichts erneut darauf, dass Japan sowohl seine Zusagen gegenüber dem Welterbekomitee als auch seine Vereinbarung mit Südkorea aufrichtig umsetzt.