Das United Nations Command (UNC) hat seine volle Kontrolle über den Zugang zum südkoreanischen Teil der Demilitarisierten Zone (DMZ) betont.
Diese Befugnis sei im Waffenstillstandsabkommen geregelt, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme im Internetauftritt des UN-Kommandos.
Damit machte es seine ablehnende Position zu Bestrebungen in Südkorea deutlich, über den Zutritt zur DMZ für nicht-militärische Zwecke entscheiden zu können.
Die zivile Verwaltung und Abhilfe im Abschnitt der DMZ südlich der militärischen Demarkationslinie liege im Zuständigkeitsbereich des Oberbefehlshabers des UN-Kommandos. Niemand dürfe die DMZ betreten, einzig Personen, die mit der Durchführung von Aufgaben der zivilen Verwaltung und Abhilfe befasst seien, und Personen, denen von der Militärischen Waffenstillstandskommission der Zutritt eigens genehmigt worden sei, hieß es in der Stellungnahme.
Zwei Abgeordnete der Demokratischen Partei (DP) hatten jeweils einen Gesetzentwurf für die friedliche Nutzung der DMZ eingereicht. Darin ist auch vorgesehen, dass die südkoreanische Regierung die Befugnis über die Genehmigung von Zuritten zur Zone für nicht-militärische und friedliche Zwecke erhält.
Im Waffenstillstandsabkommen heiße es, dass die Bestimmungen rein militärischer Natur seien. Es sei deshalb übertrieben, auch den Zugang von Zivilisten zu kontrollieren, so das Argument der DP-Abgeordneten.
Vereinigungsminister Chung Dong-young hatte jüngst bekannt gemacht, dass dem stellvertretenden nationalen Sicherheitsberater Kim Hyun-jong der Zutritt zur DMZ verweigert worden war. Chung hatte dies mit der Frage der Gebietshoheit in Verbindung gebracht und damit die Legitimität eines entsprechenden DMZ-Gesetzes unterstrichen.