Südkorea wird den Hauptsitz und die Zweigstelle von Hanawon, dem Zentrum für die Unterstützung der Ansiedlung nordkoreanischer Flüchtlinge, im kommenden Jahr zusammenlegen.
Grund ist, dass in den letzten Jahren viel weniger Flüchtlinge als früher nach Südkorea kamen.
Der Hauptsitz der Einrichtung zur Umerziehung von Flüchtlingen aus Nordkorea ist Anseong, Provinz Gyeonggi. Ihre Zweigstelle liegt in Hwacheon, Provinz Gangwon.
Das Vereinigungsministerium werde sich bald für einen der beiden Standorte entscheiden, sagte ein Ministerialer am Freitag der Nachrichtenagentur Yonhap gegenüber.
Nach dem erheblichen Rückgang anlässlich der Covid-19-Pandemie hat sich die Zahl der Flüchtlinge aus Nordkorea bislang nicht erholt.
Im Jahr 2009 war mit 2.914 eingereisten nordkoreanischen Flüchtlingen der Höhepunkt erreicht worden. Nach 1.047 Personen im Jahr 2019 sank die Zahl 2020 stark auf 229, als Nordkorea aufgrund der Pandemie seine Grenze dichtmachte. 2021 waren es nur 63 Personen. Letztes Jahr kamen 236 Geflüchtete aus Nordkorea nach Südkorea.