In Südkorea ist die Einkommensarmut unter älteren Menschen so hoch wie in keinem anderen OECD-Mitgliedsland.
Das geht aus einem Bericht des Amts für Daten und Statistiken hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Demnach liegt die Einkommensarmutsquote über alle Altersgruppen hinweg bei 14,9 Prozent. Damit liegt sie über dem Durchschnitt der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von 11,1 Prozent.
Besonders deutlich zeigt sich das Problem bei älteren Menschen. Für Menschen ab 66 Jahren beziffert das Amt die Armutsquote auf 39,7 Prozent. Das ist der höchste Wert unter den OECD-Staaten; der OECD-Schnitt liegt bei 14,8 Prozent.
Auch in kurzfristigen Beschäftigungsverhältnissen sind ältere Menschen überproportional vertreten. In Jobs mit weniger als 36 Stunden Arbeitszeit stellten Menschen ab 60 Jahren dem Bericht zufolge mit 69 Prozent den größten Anteil. Viele von ihnen verdienen demnach weniger als den Mindestlohn.
Zudem weist die Auswertung auf spürbare gesundheitliche Einschnitte im hohen Alter hin. Unter den über 75-Jährigen hatten 46,2 Prozent mindestens drei Erkrankungen gleichzeitig. Bei den jüngeren Senioren lag der Anteil mit 28,5 Prozent deutlich niedriger.