Chen Zhi, der Gründer und Vorsitzende der Prince Group, ist in Kambodscha verhaftet und nach China zurückgeführt worden.
Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch (Ortszeit). Die Prince Group gilt als Drahtzieher hinter großen Betrugszentren in Kambodscha.
Das kambodschanische Innenministerium gab an dem Tag bekannt, dass die Behörden Chen Zhi und zwei weitere chinesische Staatsangehörige, Xu Ji Liang und Shao Ji hui, verhaftet und nach China ausgeliefert hätten.
Die kambodschanische Staatsangehörigkeit sei Chen Zhi im Dezember per königlichem Dekret entzogen worden, fügte das Ressort hinzu.
Chen Zhi soll in Kambodscha mittels enger Verbindungen zu Politikern sein Geschäft ausgebaut haben und mit dem Betrieb großer Betrugszentren zu enormem Reichtum gelangt sein.
Er wurde im Oktober letzten Jahres von den USA und Großbritannien sanktioniert. Grund war der Verdacht, große Betrugszentren vor allem in Kambodscha zu betreiben, die von Opfern weltweit Geld erpresst hätten. Dort sollen zudem im Zuge eines Menschenhandels beschäftigte Arbeiter gefoltert worden sein.
Die südkoreanische Regierung verhängte im vergangenen November Sanktionen gegen 15 Einzelpersonen und 132 Organisationen, darunter die Prince Group und Chen Zhi.