Laut einem aktuellen Gutachten hätten beim Unglück am Flughafen Muan alle Insassen ohne schwere Verletzungen überlebt, wenn sich am Ende der Landebahn keine Betonmauer befunden hätte.
Darauf verwies am Donnerstag die Abgeordnete Kim Eun-hye von der Partei Macht des Volks (PPP). Ein entsprechendes Gutachten habe ihr der Untersuchungsausschuss für Luftfahrt- und Eisenbahnunfälle des Verkehrsministeriums übermittelt.
Bei dem Unglück Ende Dezember 2024 am Flughafen Muan im Südwesten des Landes setzte eine Jeju-Air-Maschine nach einem Vogelschlag zur Bauchlandung an. Am Ende der Landebahn prallte sie gegen die Betonmauer und ging in Flammen auf. Von den 181 Menschen an Bord überlebten nur zwei.
Dem Gutachten zufolge wäre die Maschine ohne die Betonkonstruktion nach der Bauchlandung vermutlich ohne heftigen Aufprall zum Stillstand gekommen.
Wäre der Landekurssender (Localizer) nicht aus Beton, sondern als leicht brechbare Konstruktion ausgeführt gewesen, hätte das Flugzeug demnach über das Bahnende hinaus rutschen können. Es wäre vermutlich außerhalb des Flughafengeländes zum Stehen gekommen. Schwerverletzte hätte es auch in diesem Fall nicht gegeben.
Kim erklärte, die Regierung habe die Betonmauer bislang als unbedenklich dargestellt. An dieser Behauptung gebe es nun erhebliche Zweifel. Es sei eine lückenlose Aufklärung erforderlich.