Im Prozess gegen Ex-Präsident Yoon Suk Yeol wegen des Vorwurfs, Anführer einer Rebellion gewesen zu sein, hat heute die Hauptverhandlung begonnen.
Es handelt sich um das wichtigste Verfahren gegen den abgesetzten Präsidenten im Zusammenhang mit dem Vorwurf der kurzzeitigen Verhängung des Kriegsrechts am 3. Dezember 2024.
Das Bezirksgericht Seoul Zentral eröffnete am Freitag um 9.20 Uhr die abschließende Anhörung. Neben Yoon stehen sieben weitere Angeklagte vor Gericht. Dies sind unter anderem der frühere Verteidigungsminister Kim Yong-hyun sowie der ehemalige nationale Polizeichef Cho Ji-ho.
Die Sonderstaatsanwaltschaft wird ihre Strafanträge voraussichtlich erst am späten Nachmittag stellen.
Ende November letzten Jahres hatte das Team um Sonderstaatsanwalt Cho Eun-suk für den früheren Ministerpräsidenten Han Duck-soo 15 Jahre Haft gefordert. Han wird Beihilfe zur Rebellion vorgeworfen.
Das Urteil in erster Instanz wird für Mitte Februar erwartet. Es wäre die erste Entscheidung in einem Aufruhrverfahren seit rund 30 Jahren. Damals hatte es solche Prozesse gegen die früheren Präsidenten Chun Doo-hwan und Roh Tae-woo gegeben.