Südkoreas Handelsminister Yeo Han-koo ist in die USA gereist.
Anlass ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA zu den von der Trump-Regierung eingeführten sogenannten reziproken Zöllen. Das Urteil wird voraussichtlich in der laufenden Woche gefällt.
Nach seiner Ankunft am Flughafen Washington Dulles am Sonntag (Ortszeit) sagte Yeo Reportern gegenüber, es sei von Bedeutung, wie das Urteil lauten werde. Es lasse sich jedoch im Moment kaum vorhersagen, zudem gebe es zu viele Variablen.
In erster und zweiter Instanz wurden die Zölle für rechtswidrig befunden. Falls der Oberste Gerichtshof dieses Urteil bestätigen sollte, muss die Trump-Regierung Dutzende Milliarden von Dollarn an bereits eingetriebenen Zöllen an die betreffenden Länder zurückzahlen. Zudem könnte die Position der USA bezüglich der bereits abgeschlossenen Handelsabkommen deutlich geschwächt werden.
Yeo wird bis Mittwoch in Washington sein, um mit dem US-Handelsbeauftragten und Mitgliedern des Senats und des Repräsentantenhauses zusammenzutreffen. Auch wird er die US-Seite über zwei koreanische Gesetze aufklären, wegen denen das US-Außenministerium öffentlich Bedenken geäußert hat. Es geht um ein Gesetz zur Bekämpfung falscher und manipulierter Informationen sowie um eines zu Online-Plattformen.