In Kambodscha sind 26 Mitglieder einer betrügerischen Organisation festgenommen worden, die Verbrechen wie sexuelle Ausbeutung an Koreanern begangen haben.
Das gab die Sprecherin des südkoreanischen Präsidialamtes Cheong Wa Dae, Kang Yu-jung, am Montag vor der Presse bekannt.
Der behördenübergreifenden Taskforce zur Bekämpfung transnationaler Kriminalität sei es gelungen, über die kambodschanische Polizei 26 Mitglieder eines Betrugsrings vor Ort festzunehmen. Die Organisation habe sich seit Februar letzten Jahres in Phnom Penh als Staatsorgane ausgegeben und Verbrechen, darunter auch sexuelle Ausbeutung von Frauen, begangen, hieß es.
Die Regierung werde weiterhin wie von Präsident Lee Jae Myung angewiesen gegen transnationale Kriminalität, einschließlich digitaler Sexualverbrechen, behördenübergreifend durchgreifen. Sie werde deutlich zeigen, dass diejenigen, die den Menschen der Republik Korea Schaden zufügen, mit aller Schärfe zur Rechenschaft gezogen würden, so die Sprecherin weiter.
Nach weiteren Angaben gaben sich die festgenommenen Mitglieder der kriminellen Organisation mit Sitz in Phnom Penh als Staatsanwaltschaft und Finanzaufsicht aus und täuschten den Opfern vor, dass sie in eine Straftat verwickelt worden seien. Die Opfer seien für eine „Selbstinhaftierung“ zu Unterkünften gebracht und von der Außenwelt abgeschottet worden. Unter dem Vorwand einer Vermögensuntersuchung habe die Organisation 165 südkoreanischen Staatsangehörigen 26,7 Milliarden Won (18 Millionen Dollar) weggenommen.