Gewerkschaftlich organisierte Busfahrer in Seoul sind am Dienstag in einen unbefristeten Generalstreik getreten.
Dazu kam es, nachdem die Gewerkschaft und die Unternehmensseite in Tarifverhandlungen ihre Differenzen nicht abbauen konnten. Die Gewerkschaft lehnte auch einen Vermittlungsvorschlag der Seouler Kommission für Arbeitgeber-Arbeitnehmerbeziehungen ab, das Lohnniveau um 0,5 Prozent zu erhöhen.
An dem Streik nehmen Busfahrer auf allen Strecken von 64 Busunternehmen in Seoul teil.
Angesichts eines befürchteten Verkehrschaos im Berufsverkehr ergriff die Stadtverwaltung Notfallmaßnahmen im öffentlichen Verkehr. Sie beschloss zusätzliche U-Bahnfahrten in Spitzenzeiten und eine Verlängerung des nächtlichen U-Bahn-Verkehrs. Zudem werden von den Bezirken entgeltlose Shuttlebusse zu und von den U-Bahn-Stationen eingesetzt.