Der neue Isolationismus der USA ist nach Einschätzung einer japanischen Tageszeitung das größte gemeinsame Anliegen Südkoreas und Japans.
Dies schrieb die „Sankei Shimbun“ am Dienstag im Vorfeld des Gipfeltreffens zwischen Südkoreas Präsident Lee Jae Myung und Japans Premierministerin Sanae Takaichi in der Präfektur Nara.
Aufgrund der auf die westliche Hemisphäre ausgerichteten Diplomatie der US-Regierung von Donald Trump sei die Unsicherheit bezüglich der Sicherheit in Ostasien gewachsen. Angesichts dieser Situation lege Japan großes Gewicht auf die Stärkung der Beziehungen zu Südkorea, so die Zeitung.
Für Südkorea und Japan, die von China, Russland und Nordkorea bedroht werden, sei die Aufrechterhaltung des US-amerikanischen Engagements in Ostasien entscheidend für die eigene Sicherheit. Die Kooperation zwischen Südkorea, den USA und Japan sei ein wichtiger Kanal für ein fortgesetztes Engagement der USA in Ostasien, hieß es.
Weiter hieß es, dass das heutige Treffen ein kritischer Punkt für Präsident Lee sein könnte, der gegenüber China und Japan eine pragmatische Diplomatie verfolgt habe.
Eine andere japanische Zeitung, die „Yomiuri Shimbun“, erwartete, dass Fragen zu China und Nordkorea sowie der Umgang mit der Trump-Regierung ganz oben auf der Tagesordnung stehen würden.