Ein US-Abgeordneter hat nach einem Treffen mit Südkoreas Handelsminister Yeo Han-koo behauptet, dass US-Techkonzerne von der südkoreanischen Regierung ungerecht behandelt würden.
Darrell Issa, ein republikanisches Mitglied des US-Repräsentantenhauses, schrieb am Montag (Ortszeit) auf der Plattform X, er habe heute eine gute Diskussion mit Yeo gehabt. Er habe dabei deutlich gemacht, dass das ungerechtfertigte Abzielen auf amerikanische Unternehmen und die unfaire Behandlung von Coupang durch die Regierung Lee nicht hinnehmbar seien.
Die E-Commerce-Plattform Coupang war in letzter Zeit in Südkorea wegen eines großen Datenlecks und des Umgangs damit in massive Kritik geraten. 100 Prozent der Anteile an der Firma in Korea hat die amerikanische Muttergesellschaft Coupang Inc., die an der Börse in New York notiert ist.
Issa warnte darüber hinaus, dass staatlich geförderte feindselige Aktionen gegen US-Unternehmen und US-Bürger Konsequenzen hätten.
Der Hardliner hatte jüngst in einem Medienbeitrag Kritik daran ausgeübt, dass Südkorea Online-Plattformen regulieren will. Er hatte Südkorea vorgeworfen, antiamerikanische digitale Regeln anzustreben, mit denen amerikanische Unternehmen diskriminiert würden.
Yeo erklärte dem US-Politiker, welche Absicht die Regierung in Seoul genau mit der Gesetzgebung zur Regulierung digitaler Plattformen verfolgt. Auf diese Weise versuchte er, Missverständnisse auszuräumen. Issa scheint jedoch an seiner Position festzuhalten.