Kim Yo-jong, die Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, hat die Hoffnung Südkoreas auf bessere innerkoreanische Beziehungen als ein reines „Luftschloss“ und als „Illusion“ bezeichnet.
Die entsprechende Äußerung machte Kim in einer Stellungnahme am Dienstag, wie die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete.
Die Stellungnahme erfolgte nur zehn Stunden, nachdem sich ein Beamter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums zu Kims Stellungnahme vom Sonntag zum angeblichen Eindringen von Drohnen aus Südkorea in den nordkoreanischen Luftraum geäußert hatte. Dabei sagte er, dass es wohl Spielraum für einen Spannungsabbau und die Kommunikation zwischen Süd- und Nordkorea gebe.
Kim bezeichnete das Vereinigungsministerium als "unvergleichlich erbärmlich".
Sie betonte, die Realität der Beziehungen zwischen beiden Koreas werde sich niemals ändern. Egal, wie oft der südkoreanische Machthaber selbst im Ausland herumbetteln würde, egal, wie sehr die Seouler Regierung vorgeben würde, gutwillig zu sein, und Luftschlösser bauen würden.
Das Eindringen von Drohnen aus Südkorea in den nordkoreanischen Luftraum stelle eine schwerwiegende Provokation dar, die die Souveränität Nordkoreas verletze. Die Regierung in Seoul sollte die Provokation zugeben, sich dafür entschuldigen und an Maßnahmen zur Verhinderung solcher Vorkommnisse arbeiten, forderte sie.