Süd- und Nordkorea wollen im September im nordkoreanischen Gaesung ein Verbindungsbüro für die wirtschaftliche Zusammenarbeit einrichten. Mit dem Büro sollen gemeinsame Wirtschaftsprojekte besser umgesetzt werden.
Das ist eine von zwölf Vereinbarungen, die heute bei der zehnten Sitzung des gemeinsamen Ausschusses für die innerkoreanische Wirtschaftszusammenarbeit in Seoul erzielt worden sind.
Beide Seiten verständigten sich auch darauf, vom 25. bis 27. Juli, ebenfalls in Gaesung, ihre ersten Arbeitsgespräche über die Fischereizusammenarbeit durchzuführen. Ziel ist, die Friedensetablierung zu fördern und gemeinsame Interessen von Fischern beider Länder im Westmeer zu erkennen.
Vereinbart wurde zudem, im Oktober die Einweihung von innerkoreanischen Straßen und die Jungfernfahrt auf einer grenzüberschreitenden Eisenbahnstrecke gemeinsam zu feiern.
Eine weitere Einigung besagt, dass ab 2006 die bilaterale Zusammenarbeit in der Leicht- und Bergbauindustrie intensiviert wird. Beide Länder wollen dadurch gezielt Wirtschaftsprojekte vorantreiben, bei denen sich ihre Wirtschaftsstrukturen ergänzen, hieß es.
Die nordkoreanische Delegation war am Samstag zu den Gesprächen in der südkoreanischen Hauptstadt eingetroffen. Die Wirtschaftsgespräche waren seit 13 Monaten unterbrochen. Südkoreas Chefunterhändler war der stellvertretende Wirtschafts- und Finanzminister Park Byung-won. Die nordkoreanische Delegation leitete der stellvertretende Bau- und Industrieminister, Choi Young-geon.