Südkoreas Chefunterhändler für Verhandlungen mit den USA über größere Befugnisse in Bezug auf die Urananreicherung und abgebrannte Kernbrennstäbe hat letzte Woche Washington besucht.
Laut diplomatischen Quellen reiste Rim Kap-soo, Leiter der behördenübergreifenden Taskforce für die Nuklearkooperation mit den USA, am 15. Januar in die USA. Dort habe er sich mit Christopher Yeaw, Leiter des Büros für Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung im US-Außenministerium, sowie mit Beamten des Energieministeriums getroffen.
Bei den Treffen hätten beide Seiten über einen Zeitplan für Verhandlungen gesprochen. Rim habe die Position übermittelt, dass die Gespräche zu einem baldigen Zeitpunkt beginnen sollten. Die US-Seite habe gemeint, je früher, desto besser.
Wie verlautete, seien beide Seiten darin übereingekommen, möglichst bald in Seoul Verhandlungen auf Arbeitsebene aufzunehmen.
Berichten zufolge spricht das Außenministerium in Seoul mit der US-Seite über einen Südkorea-Besuch eines Beamten des Nationalen Sicherheitsrats der USA, um verschiedene im Gemeinsamen Informationsblatt genannte Angelegenheiten zu erörtern. Dazu zählen die Urananreicherung und die Wiederaufbereitung abgebrannter Kernbrennstoffe sowie der Bau von Atom-U-Booten durch Südkorea.