Die regierende Demokratische Partei (DP) und die Partei für den Umbau Koreas werden im Vorfeld der Kommunalwahlen über einen Zusammenschluss beraten.
DP-Vorsitzender Jung Chung-rae schlug am Donnerstag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz vor, dass sich beide Parteien vereinigen und bei den Kommunalwahlen am 3. Juni gemeinsam antreten.
Beide Parteien seien gemeinsam dem Regime Yoon Suk Yeol entgegengetreten und hätten die Kriegsrechtsverhängung und die Rebellion am 3. Dezember 2024 gemeinsam überwunden. Sie hätten sich auch bei der Präsidentschaftswahl zusammengetan, die zum Start der Regierung Lee Jae Myung geführt habe. Es gebe keinen Grund, warum sie bei den Kommunalwahlen getrennt antreten sollten, sagte Jung.
40 Minuten nach Jungs Pressekonferenz teilte Cho Kuk, Vorsitzender der Partei für den Umbau Koreas, mit, dass er ein Abgeordnetentreffen und eine Sitzung des Ausschusses für Parteiangelegenheiten einberufen habe, um die Angelegenheit zu erörtern. Er wolle der Öffentlichkeit und den Parteimitgliedern Gehör schenken.
Da es innerhalb der beiden Parteien noch kaum Diskussionen über eine mögliche Fusion gegeben hat, wird der Schritt der Parteichefs voraussichtlich zu hitzigen Debatten innerhalb der Parteien führen.