Ermittler haben im Zusammenhang mit mutmaßlich illegalen Spenden an Politiker mehrere Einrichtungen der Vereinigungskirche durchsucht.
Nach Recherchen des Senders KBS wurden am Freitag insgesamt sieben Orte durchsucht, darunter die Residenz der Kirchenpräsidentin Han Hak-ja im sogenannten „Cheonjeong-Palast“.
Hinter der Aktion steht eine gemeinsame Ermittlungszentrale von Staatsanwaltschaft und Polizei. Sie untersucht mögliche Verflechtungen zwischen Politik und Religion.
Mit den Durchsuchungen wollen die Behörden Unterlagen und weitere Belege sichern. Diese sollen den Verdacht untermauern, dass Spenden gezielt aufgeteilt wurden, um gesetzliche Vorgaben zu umgehen.
Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Song Gwang-seok, den früheren Vorsitzenden der Universal Peace Federation (UPF), einer Tochterorganisation der Vereinigungskirche, angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, aus Mitteln der UPF insgesamt 13 Millionen Won (rund 8.857 Dollar) an die Spendenkomitees von elf Abgeordneten gezahlt zu haben.
Nach Darstellung der Ermittler stammen mögliche Empfänger sowohl aus dem Regierungs- als auch aus dem Oppositionslager. Genannt wird unter anderem Yoon Sang-hyun von der Partei Macht des Volkes.
Die Ermittlungszentrale prüft dabei insbesondere, ob ein Verstoß gegen das Gesetz über politische Fonds vorliegt.