Präsident Lee Jae Myung hat am Sonntag die Nominierung von Lee Hye-hoon für das Amt als Ministerin für Planung und Haushalt zurückgezogen.
Hintergrund sind verschiedene Vorwürfe gegen die ehemalige Abgeordnete.
Die Zurücknahme erfolgte 28 Tage nach der Nominierung der konservativen Politikerin für das neue Amt, welche mit dem Verweis auf die Notwendigkeit der Überbrückung von gesellschaftlichen Spaltungen begründet wurde. Zudem erfolgte sie zwei Tage nach dem Beginn einer parlamentarischen Anhörung für die Bestätigung als Ministerin.
Das Präsidialamt Cheong Wa Dae erklärte, dass Meinungen aus verschiedenen Kreisen der Gesellschaft und die öffentliche Bewertung nach der Anhörung umfassend berücksichtigt worden seien. Die Entscheidung sei nach reiflicher Überlegung getroffen worden.
Die Entscheidung ist offenbar auf die verschlechterte öffentliche Meinung zurückzuführen, nachdem gegen die Kandidatin mehrere Vorwürfe erhoben wurden. Dazu zählen eine nach Betrug erfolgreiche Bewerbung um eine Wohnung in Seoul und die schlechte Behandlung ihrer Mitarbeiter.
Das Oppositionslager forderte eine Entschuldigung des Präsidenten für die katastrophale Personalentscheidung. Demgegenüber erklärte die Regierungspartei, dass sie die nach langer Überlegung getroffene Entscheidung respektiere. Sie sicherte zudem Nachbesserungen des Systems für Personalüberprüfungen zu.