Elbridge Colby, Staatssekretär für Politik im US-Kriegsministerium, ist während seines Besuchs in Südkorea zu Gesprächen mit mehreren Kabinettsmitgliedern zusammengekommen.
Er traf sich am Montag mit Außenminister Cho Hyun, Verteidigungsminister Ahn Gyu-back und dem nationalen Sicherheitsberater Wi Sung-lac, um anstehende Angelegenheiten des bilateralen Bündnisses zu besprechen.
Themen waren Seouls Streben nach atomgetriebenen U-Booten, der Transfer der Befehlsgewalt über die südkoreanischen Streitkräfte in Kriegszeiten an Südkorea und die Aufstockung der Verteidigungsausgaben.
Colby informierte die südkoreanische Seite über die neue Nationale Verteidigungsstrategie der USA, die Südkorea zu einer führenden Rolle bei der konventionellen Verteidigung der koreanischen Halbinsel auffordert. Er bewertete Südkoreas Willen zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeiten positiv.
Dem Außenministerium in Seoul zufolge vereinbarten beide Seiten, eine enge Kooperation zwischen beiden Ländern fortzusetzen, um die bei den vergangenen Gipfelgesprächen getroffenen Vereinbarungen in hohem Tempo umzusetzen.
Es wird davon ausgegangen, dass die Diskussionen über den Transfer der Befehlsgewalt im Kriegsfall an Dynamik gewinnen könnten. Denn beide Länder sind prinzipiell damit einverstanden, dass Südkorea bei der konventionellen Verteidigung der koreanischen Halbinsel führend sein soll.