Das Präsidialamt Cheong Wa Dae hat am Dienstag wegen einer Zolldrohung der USA eine Sitzung der zuständigen Ministerien einberufen, um Maßnahmen zu erörtern.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor angekündigt, die Zölle auf koreanische Autos und die anderen reziproken Zölle wieder auf 25 Prozent zu erhöhen.
Laut dem Blauen Haus wurde Seoul von der US-Regierung weder offiziell über die Entscheidung benachrichtigt noch über Einzelheiten informiert.
Es wird davon ausgegangen, dass es sich bei der kurzfristigen Ankündigung der USA eher um eine Druckausübung handelt.
Nach Meinung von Beobachtern setzten die USA das Zurücksetzen des Zollsatzes auf das Niveau vor der Vereinbarung als Druckmittel ein, weil die von Südkorea im Gegenzug für niedrigere Zölle zugesagten Investitionen in den USA nicht so schnell voranschreiten wie erwartet.
Wegen der Zollfrage wird Industrieminister Kim Jung-kwan, der derzeit wegen einer Kooperation in der Verteidigungsindustrie in Kanada ist, möglichst bald in die USA weiterreisen. Dort will er mit US-Handelsminister Howard Lutnick zu einer Beratung zusammentreffen.