Die jüngste Drohung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für Südkorea zu erhöhen, steht nach Worten des südkoreanischen Außenministers offenbar in keinem Zusammenhang mit dem Fall Coupang und dem geplanten Gesetz zu Online-Plattformen.
Nach der Ankündigung habe man das US-Außenministerium kontaktiert und sei zu dem Schluss gekommen, dass kein direkter Zusammenhang mit Coupang oder dem Online-Plattformgesetz bestehe, sagte Außenminister Cho Hyun am Mittwoch vor dem parlamentarischen Ausschuss für Auswärtiges und Vereinigung.
Es sei schwierig, einen konkreten und nachvollziehbaren Grund zu erkennen. Er denke, dass Präsident Trump deshalb weitere Botschaften ausgesandt habe, fuhr Cho fort.
Trump hatte am Montag (Ortszeit) angekündigt, die Zölle auf koreanische Produkte, einschließlich Autos, von 15 Prozent wieder auf 25 Prozent zu erhöhen. Er hatte dabei argumentiert, dass das Parlament in Seoul die für die Umsetzung der bilateralen Handelsvereinbarung notwendigen rechtlichen Verfahren versäumt habe.
Einen Tag später erklärte er jedoch, dass man mit Korea eine Lösung ausarbeiten werde. Damit ließ er Spielraum dafür offen, durch einen Dialog mit Seoul die angekündigte Zollanhebung wieder rückgängig zu machen.