Südkorea will Nordkorea mit Elektrizität versorgen, sollte Nordkorea sein Atomprogramm vollständig stoppen.
Vereinigungsminister Chung Dong-young veröffentliche heute nach der Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates den konkreten Inhalt des „wichtigen Angebots Südkoreas“, wie es hieß, an Nordkorea. Südkorea wolle binnen drei Jahren nach der vollständigen Beilegung des Streits um das nordkoreanische Atomprogramm Nordkorea zwei Millionen Kilowatt Strom direkt liefern. Dazu benötigte Übertragungseinrichtungen würden mit südkoreanischen Geldern gebaut.
Der Bau von zwei Leichtwasserreaktoren, der nach dem Genfer Nuklearabkommen zwischen Nordkorea und den USA aufgenommen worden war, sollte damit gestoppt werden. Südkorea wolle seinen ursprünglich für den Reaktorbau vorgesehenen Beitrag für die Stromversorgung für Nordkorea verwenden. Südkorea sollte für 70 Prozent der fünf Milliarden Dollar hohen Reaktorbaukosten, sprich 3,5 Milliarden Dollar, aufkommen. Elf Milliarden Dollar davon wurden bereits eingesetzt.
Vereinigungsminister Chung gab an, dass er das Angebot Südkoreas bereits beim Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il im vergangenen Juni in Pjöngjnag unterbreitet habe. Südkorea strebe mit dem Angebot eine führende Rolle bei der Beilegung des Atomkonfliktes an. Er sei zuversichtlich, dass es dem Frieden, der Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel und schließlich dem gemeinsamen Gedeihen beider Koreas dienen kann, sollte das Angebot umgesetzt werden.