Das US-Finanzministerium hat Südkorea erneut auf seine Beobachtungsliste für Währungen gesetzt.
Das geht aus dem Halbjahresbericht für den Kongress hervor, der am Donnerstag (Ortszeit) vorgelegt wurde.
Neben Südkorea stehen neun weitere Volkswirtschaften auf der Beobachtungsliste für Währungsmanipulation. Dazu zählen auch China, Japan, Taiwan und Deutschland.
Südkorea war 2016 auf die Liste gesetzt worden und wurde im November 2023 von dieser gestrichen. Ein Jahr später fand sich Südkorea aber erneut darauf wieder.
Laut dem Finanzministerium wurde in dem Bericht die Politik der wichtigsten Handelspartner der USA überprüft und bewertet. Die überprüften Länder haben einen Anteil von 78 Prozent am Außenhandel der USA in den vier Quartalen bis Juni 2025.
Auch in diesem Jahr wurde Südkoreas Platzierung auf der Liste mit dem hohen Handelsüberschuss sowie Leistungsbilanzüberschuss gegenüber den USA begründet.
Südkoreas Leistungsbilanzüberschuss liege über dem Durchschnittswert in den fünf Jahren vor der Pandemie, der 5,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen habe. Der Überschuss im Warenverkehr und Dienstleistungshandel mit den USA betrug den Angaben zufolge 52 Milliarden Dollar. Das sei mehr als doppelt so hoch wie der Höchststand vor der Pandemie von 18 Milliarden Dollar im Jahr 2016, so das Ressort.