Das südkoreanische Parlament hat ein Sondergesetz zur Stärkung der Halbleiterindustrie verabschiedet.
Die Nationalversammlung nahm am Donnerstag das Gesetzespaket an, mit dem staatliche Unterstützung für den als strategisch besonders wichtigen Sektor gebündelt werden soll.
Das Regelwerk sieht unter anderem die Einrichtung einer Sonderkommission zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit vor, die dem Präsidenten unterstellt ist. Das Gremium soll die Förderpolitik künftig zentral koordinieren.
Zur Unterstützung der Arbeit der Kommission bildet das Industrieministerium zudem eine gesonderte Einheit für innovatives Wachstum. Darüber hinaus ist ein Sonderhaushalt vorgesehen, mit dem die Branche für zehn Jahre gefördert werden soll.
Zugleich soll das heimische Halbleiter-Ökosystem ausgebaut und die internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. Dafür sollen Halbleitercluster ausgewiesen und der Ausbau der Infrastruktur gefördert werden. Genannt werden unter anderem Strom- und Wasserversorgung, Straßennetze, Sonderregeln bei Machbarkeitsstudien sowie Hilfe bei Genehmigungsverfahren.
Nicht in das Gesetz aufgenommen wurde die umstrittene Regelung, Ausnahmen von der gesetzlichen Wochenarbeitszeit von maximal 52 Stunden zuzulassen.
Die Regierung will das Sondergesetz voraussichtlich ab dem dritten Quartal dieses Jahres umsetzen.