Ermittler haben am Freitagmorgen Durchsuchungen bei der Shincheonji-Kirche Jesu eingeleitet.
Hintergrund ist der Verdacht, dass die religiöse Gruppierung versucht haben soll, Wahlen zu beeinflussen. Die Maßnahmen werden von einer gemeinsamen Ermittlungszentrale aus Staatsanwaltschaft und Polizei durchgeführt. Sie geht Hinweisen auf mögliche Verflechtungen zwischen Politik und Religion nach.
In den Durchsuchungsbeschlüssen sind Berichten zufolge der Verdacht eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz sowie der Vorwurf der Behinderung der Arbeit aufgeführt. Letzteres bezieht sich auf eine mutmaßliche Störung der Parteiarbeit.
Dem Vorsitzenden Lee Man-hee und weiteren Verantwortlichen wird vorgeworfen, Anhänger dazu gedrängt zu haben, als stimmberechtigte Parteimitglieder der konservativen Partei Macht des Volkes (PPP) beizutreten. Auf diese Weise sollen sie versucht haben, die parteiinternen Vorwahlen für die 20. Präsidentschaftswahl 2021 und die Kandidatenauswahl für die 22. Parlamentswahl 2024 zu beeinflussen.