Südkorea hat die Hauptstadtbefestigungen von Hanyang (dem heutigen Seoul) für die Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste vorgeschlagen.
Wie die Behörde für Nationales Erbe am Freitag mitteilte, reichte sie den Antrag beim Welterbezentrum der UNESCO ein.
Die UNESCO will nun die historische und kulturelle Bedeutung der Anlage prüfen. Anschließend ist eine Vor-Ort-Begutachtung vorgesehen. Über eine Aufnahme entscheidet das Welterbekomitee voraussichtlich im Juli 2027.
Die sogenannten „Capital Fortifications of Hanyang“ wurden gebaut, um die Hauptstadt der Joseon-Zeit (1392–1910) zu schützen. Sie gelten als zentrales Zeugnis des damaligen Verteidigungssystems.
Nach Angaben der Behörde knüpft die Befestigungsanlage an die Tradition ostasiatischer Festungsbauten an, die Täler und Bergrücken in das Verteidigungskonzept einbeziehen. Sie zeugt von einer kreativen Weiterentwicklung dieser Bauweise und gilt als Höhepunkt in der Entwicklung koreanischer Hauptstadtbefestigungen.