Voraussichtlich im Oktober wird bekannt gegeben, bis wann der Transfer der Befehlsgewalt in Kriegszeiten von den USA an Südkorea abgeschlossen werden soll.
Die Bekanntgabe könnte bei ihrer jährlichen Sicherheitskonsultation (SCM) erfolgen.
Noch vor der 58. SCM wollten beide Länder die Überprüfung der vollen Einsatzfähigkeit (full operational capability: FOC) abschließen, wie eine südkoreanische Regierungsquelle am Mittwoch berichtete. Bei dem Treffen selbst sollen die Verteidigungsminister dies nur noch absegnen.
Evaluierung und Verifizierung des Transfers der Wartime Operational Control (OPCON) erfolgen in drei Phasen: Stufenweise überprüft werden die erste Einsatzfähigkeit (initial operational capability: IOC), die volle Einsatzfähigkeit (FOC) und die volle Missionsfähigkeit (full mission capability: FMC).
Die Verteidigungsminister werden das Zieljahr für den Transfer festlegen, wenn sie die Ergebnisse der FOC-Verifizierung billigen. Als sehr wahrscheinlich gilt das Jahr 2028. Dies wäre noch vor dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump am 20. Januar 2029.
Die Überprüfung und Verifizierung der FOC erfordert viel Zeit. Für die letzte Stufe, FMC, ist der Wille der Oberbefehlshaber entscheidend.
Präsident Lee Jae Myung fordert seit seinem Amtsantritt die „eigenständige nationale Verteidigung“. Er ist entschlossen, dass Südkorea noch während seiner Amtszeit die Befehlsgewalt in Kriegszeiten zurückerhält. US-Präsident Trump soll dem Vorhaben gegenüber positiv eingestellt sein. Von seinen Verbündeten fordert er regelmäßig mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit ein.