Das südkoreanische Verteidigungsministerium hat den USA offenbar vorgeschlagen, die Demilitarisierte Zone (DMZ) gemeinsam zu verwalten.
Wie eine im Bereich der koreanisch-US-amerikanischen Beziehungen gut informierte Quelle am Donnerstag mitteilte, habe das Verteidigungsministerium jüngst den USA Konsultationen über Zuständigkeiten hinsichtlich der DMZ vorgeschlagen.
Der südliche Teil der Pufferzone an der militärischen Demarkationslinie (MDL) zwischen beiden Koreas ist zwei Kilometer breit. Davon soll der Abschnitt nördlich der Sperrlinie für Zivilisten weiterhin vom UN-Kommando kontrolliert werden, während die Kontrolle über den Abschnitt südlich der Linie dem südkoreanischen Militär obliegen soll, so das Angebot.
Der Abschnitt südlich der Sperrlinie macht etwa 30 Prozent des gesamten südlichen Teils der DMZ aus.
Wie verlautete, habe sich Verteidigungsminister Ahn Gyu-back neulich mit Xavier Brunson, Befehlshaber des UN-Kommandos und Kommandeur der US-Streitkräfte in Korea, getroffen und diese Idee vorgestellt.
Die Regierungspartei hatte zuvor ein Gesetz vorgeschlagen, nach dem die südkoreanische Regierung die Befugnis über die Genehmigung von Zutritten zur DMZ für nicht-militärische und friedliche Zwecke haben soll. Das Vereinigungsministerium hatte hierfür seine Unterstützung angeboten. Daraufhin hatte sich das UN-Kommando kategorisch gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen. Dies wurde damit begründet, dass er mit dem Waffenstillstandsabkommen nicht vereinbar sei.