Der US-Kongress hat den Coupang-Interimschef in Korea, Harold Rogers, zu einer Anhörung vorgeladen.
Ein entsprechendes Schreiben mit der Vorladung wurde am Donnerstag (Ortszeit) verschickt. Rogers soll demnach am 23. Februar vor dem Justizausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. Themen sind unter anderem Maßnahmen südkoreanischer Behörden gegen Coupang.
Darüber hinaus forderte der Ausschuss, sämtliche Unterlagen zur Kommunikation mit dem südkoreanischen Präsidentenbüro sowie mit Regierung und Parlament vorzulegen.
Zur Begründung erklärte der Ausschuss, südkoreanische Behörden würden diskriminierende Auflagen verschärfen, die sich gezielt gegen US-Technologiekonzerne richteten. Zudem werde mit strafrechtlichen Konsequenzen für US-Bürger gedroht.
Der Ausschuss übte zudem Kritik an geplanten Gesetzen zur Regulierung von Online-Plattformen in Südkorea. Diese würden US-Unternehmen mit übermäßigen Pflichten und potentiellen Bußgeldern belasten, während heimische Unternehmen und chinesische Konkurrenten von diesen faktisch ausgenommen seien.
Ein Sprecher der US-Zentrale von Coupang erklärte, das Unternehmen werde die Untersuchung des Ausschusses vollumfänglich unterstützen.