Das südkoreanische Handels- und Industrieministerium plant Gespräche mit der Europäischen Union (EU), um zollrechtliche Angelegenheiten im Stahlbereich anzugehen.
Laut Angaben des Ministeriums reist Kwon Hye-jin, Generaldirektorin für Handelsverhandlungen, von Montag bis Donnerstag nach Straßburg und Brüssel.
Sie werde sich mit führenden Persönlichkeiten des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission treffen, um auf die Bedenken der einheimischen Stahlbranche über die für das zweite Halbjahr erwartete Reduzierung der Zollkontingente für Stahlimporte in die EU hinzuweisen. Man wolle nach einer einvernehmlichen Lösung suchen, so das Ministerium.
Kwon wolle darüber hinaus betonen, dass die Maßnahme im Einklang mit internationalen Normen durchgeführt werden müsse. Die EU möchte sie um Kooperation bitten, sodass Südkoreas Stahlexporte in die EU nicht auf vermeidbare Probleme stoßen. Es solle weiterhin berücksichtigt werden, dass beide Seiten Partner eines Freihandelsabkommens sind.
Das Industrieministerium will zudem über verschiedene Kanäle der EU die Position Südkoreas zu den Zollkontingenten der Union für Stahlimporte übermitteln, um mögliche wirtschaftliche Schäden für die einheimische Industrie möglichst gering zu halten.