Von dem Datenleck beim Versandhändler Coupang sind über 33 Millionen Kunden betroffen. Die Regierung bestätigte damit ihre bereits früher gemachte Annahme.
Dies habe sich bei einer gemeinsamen Untersuchung von Experten und Behörden herausgestellt, gab das Ministerium für Wissenschaft und IKT am Dienstag bekannt.
Es seien Namen und E-Mail-Adressen von etwa 33 Millionen Kundenkonten durchgesickert, so das Ministerium. Das ist mehr als das 7.000-Fache der ursprünglich von Coupang gemeldeten Zahl von etwa 4.000 Fällen.
Nach weiteren Angaben griff der Tatverdächtige, ein ehemaliger Mitarbeiter des E-Commerce-Unternehmens, zudem 140 Millionen Mal auf Daten zu Lieferadressen zu, darunter auch Daten zu Lieferungen an Angehörige und Freunde der Kontoinhaber. Das heißt, dass auch personenbezogene Daten von Dritten gestohlen wurden.
Das Ministerium will Coupang auffordern, noch in diesem Monat Maßnahmen vorzustellen, mit denen sich ein ähnlicher Vorfall verhindern lässt. Inwieweit die Maßnahmen umgesetzt wurden, soll bis Juli überprüft werden.
Das Unternehmen hatte nach Vorlage der Untersuchungsergebnisse in einer Stellungnahme betont, dass für Sekundärschäden durch die Datenpanne keine Beweise vorlägen.