Weitere US-Unternehmen haben sich im Fall Coupang einem Rechtsstreit gegen die südkoreanische Regierung angeschlossen.
US-Investoren von Coupang klagen, weil sie mit Seouls Umgang mit dem Datenleck beim E-Commerce-Unternehmen unzufrieden sind.
Abrams Capital, Durable Capitals Partners und Foxhaven gaben am Mittwoch (Ortszeit) in einer Pressemitteilung bekannt, sich einer Rechtsbeschwerde von Greenoaks und Altimeter gegen die südkoreanische Regierung anzuschließen.
Die Coupang-Investoren Greenoaks und Altimeter werfen der Regierung eine diskriminierende Behandlung des Versandhändlers vor. Sie habe damit gegen das Freihandelsabkommen mit den USA verstoßen, was beiden Investmentfirmen Schaden zugefügt habe, darunter in Form eines Rückgangs des Aktienkurses, so ihr Argument. Beide Unternehmen hatten im Januar der südkoreanischen Regierung eine Mitteilung geschickt, in der ein Schiedsverfahren angekündigt wurde.
Die südkoreanische Regierung verweist darauf, dass sie rechtmäßig auf den Abfluss von Kundendaten von Coupang reagiere. Den Vorwurf, dass amerikanische Unternehmen diskriminiert würden, weist sie kategorisch zurück. Zudem betont sie, es sei auf die Lobbyarbeit von Coupang zurückzuführen, dass Politiker in den USA ihre schützende Hand über die Firma halten.