Die internationale Ratingagentur Moody’s hat am Donnerstag die Bonität Südkoreas bei „Aa2“ belassen. Auch der Ausblick bleibt „stabil“.
Auf der Moody’s-Skala ist „Aa2“ nach „Aaa“ und „Aa1“ die dritthöchste Einstufung.
Für dieses Jahr erwartet Moody’s ein Wachstum der südkoreanischen Wirtschaft von 1,8 Prozent. Treiber hierfür seien insbesondere höhere Halbleiter-Exporte durch den weltweiten Boom bei künstlicher Intelligenz. Eine Erholung der Anlageinvestitionen sei ein weiterer Impuls, hieß es.
Gleichzeitig warnt Moody’s vor zunehmenden Belastungen für die öffentlichen Finanzen. Aufgrund der alternden Bevölkerung und weiterer Pflichtausgaben könnte die Staatsschuldenquote bis 2030 auf mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) steigen.
Trotz einer schrumpfenden Erwerbsbevölkerung sieht die Agentur jedoch Chancen, das Wachstum über eine höhere Produktivität zu sichern. Dazu dürften insbesondere die Einführung von KI in Unternehmen und im öffentlichen Sektor, Reformen am Kapitalmarkt und in der Unternehmensführung sowie Maßnahmen für eine ausgewogene regionale Entwicklung beitragen.
Zusätzlichen Rückenwind erwartet die Agentur von einer breiter aufgestellten Exportbasis. Neben Halbleitern dürfte Südkoreas Wachstum auch durch weitere wettbewerbsfähige Branchen gestützt werden, etwa die Verteidigungsindustrie und den Schiffbau.