Japan will zum „Takeshima-Tag“ voraussichtlich keinen Kabinettsminister entsenden.
Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag.
Beim „Takeshima-Tag“ handelt es sich um eine regionale Veranstaltung, mit der Japan seinen Gebietsanspruch auf die südkoreanischen Felseninseln Dokdo bekräftigt. „Takeshima“ ist die japanische Bezeichnung für Dokdo. Ausrichter der Gedenkfeier am 22. Februar ist die Präfektur Shimane.
Laut Berichten von Kyodo erhielt der für Territorialfragen zuständige Minister Jiro Akama Mitte Januar eine Einladung aus Shimane. Er werde jedoch voraussichtlich nicht teilnehmen.
Stattdessen wolle die japanische Regierung – wie in den Vorjahren – einen Beamten im Rang eines Vizeministers entsenden. Japan entsendet seit 2013 zu der jährlichen Veranstaltung einen parlamentarischen Vizeminister.
Die Frage einer Ministerteilnahme war zuletzt erneut in den Fokus gerückt, nachdem Ministerpräsidentin Sanae Takaichi im September des vergangenen Jahres erklärt hatte, ein Minister könne beim „Takeshima-Tag“ auftreten.
Kyodo wertete die aktuelle Linie als Rücksichtnahme auf die weiterhin verbesserten bilateralen Beziehungen. Tokio trage damit offenbar der ablehnenden Haltung Südkoreas zu der Veranstaltung Rechnung.
Seoul hatte nach der Veranstaltung im vergangenen Jahr erklärt, Japan solle den „Takeshima-Tag“ umgehend abschaffen.