Die Staatsbürger der Republik Korea sind für ihren Einsatz nach der Kriegsrechtsverhängung im Dezember 2024 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden.
Das gab Politikprofessor Kim Eui-young von der Seoul Nationaluniversität am Donnerstag bekannt. Laut Kim empfahlen mehrere Politikwissenschaftler, darunter ehemalige und aktuelle Führungskräfte der International Political Science Association (IPSA), im Januar dem Norwegischen Nobelkomitee Südkoreas „Bürgerkollektiv“ (Citizen Collective) für den Friedensnobelpreis.
Die Wissenschaftler hätten die Bemühungen der Bürger um die Beendigung des illegal beschlossenen Kriegsrechts als „Revolution des Lichts“ definiert. Sie seien sich darin einig gewesen, dass dies ein global vorbildhaftes Beispiel dafür darstelle, dass eine Verfassungskrise auf dem Wege einer gewaltlosen Bürgerbeteiligung und ohne Bürgerkrieg oder Unterdrückung bewältigt worden sei.
Kim sagte, die Welt habe mit Erstaunen beobachtet, wie Südkorea inmitten eines globalen demokratischen Rückschritts innerhalb von sechs Monaten die Demokratie wiederhergestellt habe. Dabei habe die demokratische Resilienz der südkoreanischen Bürgerschaft im Zentrum gestanden.