Wegen einer von der russischen Botschaft in Seoul geplanten Kundgebung beobachtet die südkoreanische Regierung die Lage mit Aufmerksamkeit.
Die Botschaft will am Dienstag zum vierten Jahrestag des russischen Kriegs gegen die Ukraine eine Kundgebung veranstalten.
Das Außenministerium werde die Entwicklungen genau beobachten und darauf reagieren, sagte ein Beamter des Ministeriums am Montag.
Vor dem vierten Jahrestag des Kriegsausbruchs wurde am Gebäude der russischen Botschaft ein großes Transparent angebracht, auf dem auf Russisch „Der Sieg ist unser“ geschrieben steht.
Das Außenministerium forderte die Entfernung des Transparents, der Forderung ist die Botschaft jedoch noch nicht nachgekommen.
Der russische Botschafter Georgi Sinowjew hatte zuvor mit seiner Äußerung über Nordkoreas Truppenentsendung für Kontroversen gesorgt. Er hatte am 11. Februar vor Journalisten in Seoul gesagt, dass man die Großartigkeit des Einsatzes nordkoreanischer Truppen in Russland nicht vergessen werde.
Die südkoreanische Regierung hält an der Position fest, dass die russische Invasion in die Ukraine ein illegaler Akt sei. Sie fordert zudem einen Stopp der militärischen Zusammenarbeit zwischen Nordkorea und Russland, da diese einen klaren Verstoß gegen die UN-Charta und einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats sowie eine schwerwiegende Bedrohung für die Sicherheit Südkoreas darstelle.