Diplomaten aus Südkorea, den USA und Japan bereiten die in der letzten Juli-Woche in Peking geplante nächste Runde der Sechser-Nuklearverhandlungen vor.
Der südkoreanische Chefunterhändler bei den Sechser-Gesprächen, Song Min-soon, hat heute einen Besuch in China und Russland begonnen, um über die für Ende Juli geplante nächste Runde der multilateralen Verhandlungen zu beraten.
Song wird mit seinen Amtskollegen Wu Dawei und Alexejew über Rahmen und Tagesordnung der nächsten Sechser-Verhandlungen diskutieren. Auch soll darüber beraten werden, wie das neue Angebot Südkoreas für Stromlieferungen an Nordkorea und die bereits unterbreiteten Angebote in Einklang gebracht werden können.
Die Chefunterhändler aus Südkorea, den USA und Japan hatten sich am Donnerstag in Seoul darauf geeinigt, Details zum Ablauf der Sechser-Gespräche festzulegen, damit sichtbare Fortschritte erzielt werden können.
Der Leiter der Asien-Abteilung im japanischen Außenministerium, Kenichiro Sasae, hatte ebenfalls am Donnerstag Peking besucht. Der Diplomat hatte sich dafür ausgesprochen, dass bei den Sechser-Verhandlungen auch die Frage der nach Nordkorea entführten Japaner thematisiert wird.
Wie aus diplomatischen Kreisen in Seoul verlautete, könnte die nächste Runde der Sechser-Verhandlungen drei bis vier Tage länger als gewöhnlich und damit eine Woche dauern.
Die nordkoreanische Regierung hatte am 9. Juli überraschend bekannt gegeben, die Gespräche nach 13 Monaten Pause wieder aufnehmen zu wollen. Zuvor sollen die USA Nordkoreas Forderung nachgekommen sein, dessen Souveränität anzuerkennen. An den Sechser-Nukleargesprächen nehmen beide Koreas, die USA, Japan und Russland teil.