Nordkorea will auf alle Atomwaffen und das gesamte Atomprogramm verzichten, sollte es die atomare Bedrohung durch die USA beseitigt sehen, und die nordkoreanisch-amerikanischen Beziehungen normalisiert werden.
Dies sei der letzte Wille des verstorbenen Machthabers Kim Il-sung, und gleichzeitig der feste Wille der derzeitigen Führung in Pjöngjang, sagte der nordkoreanische Chefunterhändler der Sechser-Atomgespräche, Kim Gye-wan, in seiner Eröffnungsrede bei den Sechser-Gesprächen in Peking. Die USA müssten auf ihre Politik zum Umsturz des nordkoreanischen Systems verzichten und eine gesetzliche und institutionelle Grundlage für die friedliche Koexistenz schaffen.
Zur Verwirklichung einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel forderte der nordkoreanische Chefunterhändler die Abschaffung von sowie das Einfuhrverbot für Atomwaffen in Südkorea, die Abschaffung eines atomaren Schutzschildes der USA für Südkorea und eine Entschädigung für den Verzicht auf das Atomprogramm.
Kim machte deutlich, dass das US-Angebot bei der dritten Runde der Atomgespräche nicht akzeptabel sei. Denn es zwinge lediglich Nordkorea zum Atomwaffenverzicht aber beinhalte keine detaillierten Vorschläge für eine friedliche Koexistenz und die Beendigung der atomaren Bedrohung durch die USA.