Innerkoreanisches
EU will an Atomgesprächen mit Nordkorea teilnehmen
Write: 2005-07-29 18:12:52 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Ein Europaabgeordneter hat die Notwendigkeit einer Beteiligung der Europäischen Union (EU) an den multilateralen Verhandlungen über das nordkoreanische Atomprogramm bekräftigt.
Der britische EU-Abgeordnete Glyn Ford sagte am Freitag bei einem Treffen mit dem Vorsitzenden der südkoreanischen Regierungspartei Uri, Moon Hee-Sang, in Seoul, die Teilname der EU sei notwendig, wenn sie ihre humanitäre Hilfe für Nordkorea fortsetzen soll. Das Europäische Parlament vertrete das Prinzip „No Say, No Pay“, also ohne Mitspracherecht, keine weitere Hilfe. Das Prinzip werde streng angewendet, wenn die EU künftig Nordkorea Hilfe im Wert von mehr als einer Milliarde US-Dollar leisten soll. Die EU habe bisher jährlich Güter von bis zu 800 Millionen US-Dollar geliefert.
Der Abgeordnete Ford gilt im Europa-Parlament als Korea-Kenner. Er besuchte bisher insgesamt elf Mal Nordkorea und führte kurz vor der nordkoreanischen Erklärung zur Rückkehr zu Atomgesprächen einen Dialog mit dem nordkoreanischen Chefunterhändler der Sechser-Gespräche, Kim Gae-kwan.
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