Die sechs Teilnehmerstaaten der Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm führen in Peking letzte Beratungen über die Annahme eines gemeinsamen Vereinbarungsdokuments. Am neunten Tag der Verhandlungen berieten die Chefunterhändler über den vierten Vorschlag Chinas.
Wie der südkoreanische Chefunterhändler Song Min-soon mitteilte, sei in dem Dokument festgeschrieben, dass als Gegenleistung für einen nordkoreanischen Nuklearverzicht die Normalisierung der Beziehungen zwischen Nordkorea und den USA sowie zwischen Nordkorea und Japan vorangetrieben werden solle.
Darüber solle nicht im Rahmen der Sechser-Gespräche, sondern in bilateralen Gesprächen beraten werden. Das Vereinbarungsdokument soll zudem Südkoreas Vorschlag über direkte Strom- und Öllieferungen an Nordkorea beinhalten, hieß es. Außerdem würden darin höchstwahrscheinlich Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der friedlichen Nutzung von Atomenergie festgeschrieben, sagte Song.
Der amerikanische Chefunterhändler Christopher Hill hat sich mit dem vierten Vorschlag Chinas zufrieden gezeigt. Dies solle die letzte Version sein, und Nordkorea solle nun eine Entscheidung treffen, sagte Hill weiter.