Innerkoreanisches
Sechser-Gespräche: Streit über friedliche Atomenergienutzung Nordkoreas dauert an
Write: 2005-08-05 18:29:24 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Das von Nordkorea beanspruchte Recht auf ein Atomprogramm zu friedlichen Zwecken bleibt bei den Gesprächen der sechs Staaten zur Beendigung des Streits über das nordkoreanische Atomprogramm in Peking der größte Streitpunkt.
Am elften Tag der Gespräche wurde trotz mehrerer bilateraler Gespräche zwischen den Teilnehmerstaaten kein Fortschritt erzielt. Unter anderem trafen die stellvertretenden Chefunterhändler Nordkoreas und der USA, Lee Geun und Joseph DeTrani, zusammen. Nordkoreas Absage des vierten chinesischen Vorschlags für ein gemeinsames Vereinbarungsdokument hat Spekulationen über einen neuen Vorschlag genährt. Südkoreas Chefunterhändler Song Min-soon sagte, die Möglichkeit eines neuen Kompromisses sei nach dem Dreier-Treffen zwischen den Chefunterhändlern Süd- und Nordkoreas und der USA größer geworden.
Der nordkoreanische Chefunterhändler Kim Gae-kwan hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz betont, Nordkorea habe wie alle anderen Staaten der Welt das Recht auf die friedliche Nutzung der Atomenergie. Denn das Land sei weder Kriegsverlierer noch -verbrecher. Nordkorea könne nur dann vollständig auf sein Atomwaffenprogramm verzichten, wenn die USA das Vertrauen der Nordkoreaner zurückgewönnen. Dies könne nur gelingen, wenn die USA ihre Beziehungen zu Nordkorea normalisieren und einem Atomprogramm zu friedlichen Zwecken in Nordkorea zustimmen.
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