Die Teilnehmer der Sechser-Atomgespräche in Peking haben eine Sitzungspause beschlossen. Wegen fortbestehender Differenzen über die Vorschläge zur Lösung des Atomstreits mit Nordkorea verständigten sich die Vertreter Süd- und Nordkoreas, der USA, Chinas, Russlands und Japans, auf eine Gesprächspause bis zur letzten Augustwoche.
Zuvor hatte Nordkorea in der Sitzung der Chefunterhändler am Sonntag sein „Nein“ zum vierten chinesischen Kompromissvorschlag zu einem gemeinsamen Vereinbarungsdokument bekräftigt.
Die südkoreanische Regierung will während der Sitzungspause alle diplomatischen Mittel einsetzen, um vor dem Beginn der zweiten Sitzungsperiode für eine günstigere Atmosphäre zu sorgen. Der südkoreanische Chefunterhändler Song Min-soon bewertete unterdessen positiv, dass in den letzten Tagen bereits eine Grundlage für eine spätere Vereinbarung geschaffen worden sei. Song lobte vor allem die Vermittlerrolle Chinas.
Die Gespräche waren vor 13 Tagen aufgenommen worden. Ein Termin für deren Abschluss war nicht festgelegt worden, um die Chancen auf eine Streitlösung zu erhöhen.