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Innerkoreanisches

Nordkorea bittet WFP um Änderung des Systems der Nahrungshilf

Write: 2005-09-09 19:14:09Update: 0000-00-00 00:00:00

Nordkorea hat das Welternährungsprogramm (WFP) um Änderungen bei der Nahrungshilfe gebeten. Demnach wünscht Nordkorea mehr Hilfe zur Selbsthilfe statt direkter Lieferungen.

Nach Angaben der südkoreanischen Regierung soll Nordkorea diese Bitte Anfang September dem UN-Büro für Koordination humanitärer Hilfe (OCHA) und dem WFP unterbreitet haben.

Zum Hintergrund sagte ein südkoreanischer Regierungsbeamter, Nordkorea wünsche sich beispielsweise, Fische nicht nur geliefert zu bekommen, sondern mehr über Fischfang zu lernen. Nach internationalen Gepflogenheiten werde Notstandshilfe über einen Zeitraum von zwei oder drei Jahren geleistet. Zehn Jahre, wie im Falle Nordkoreas, seien ungewöhnlich, hieß es.

Diplomatische Beobachter sehen hinter Nordkoreas Bitte den Versuch, häufige Kontakte zwischen Vertretern internationaler Nichtregierungsorganisationen mit der nordkoreanischen Bevölkerung zu verhindern. Der US-Abgeordnete Tom Lantos, der vor kurzem Nordkorea besucht hatte, teilte mit, Nordkorea habe OCHA und WFP bereits darum gebeten, binnen Jahresfrist die Tätigkeiten in Nordkorea einzustellen.

Nordkorea erhält dieses Jahr vom WFP 100.000 Tonnen und von China 150.000 Tonnen Nahrungsmittel. Südkorea wird dem Norden 500.000 Tonnen Reis auf Darlehensbasis liefern.

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