In Peking ist die vor 37 Tagen ausgesetzte vierte Runde der Sechs-Länder-Gespräche über die nordkoreanische Nuklearproblematik wieder aufgenommen worden.
Die Chefunterhändler beider Koreas und der USA kündigten vor dem Beginn der Gespräche an, sich flexibel verhalten zu wollen.
Nordkoreas Chefunterhändler Kim Kye-gwan sagte vom dem Abflug nach Peking der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, sein Land habe das Recht, Atomanlagen zivil zu nutzen. Dieses Recht werde weder verliehen, noch müsse es von anderen gebilligt werden. Kim deutete aber auch an, sich in den Sechser-Verhandlungen dennoch flexibel verhalten zu wollen.
Südkoreas Chefunterhändler Song Min-soon sagte vor der Presse in Peking, er sei für den Ausgang der Sechser-Verhandlungen optimistisch, da während der Sitzungspause eine Grundlage für positive Ergebnisse geschaffen worden sei. Sollte jedes Teilnehmerland mehr Flexibilität an den Tag legen, seien sichtbare Ergebnisse möglich. Beharrten die Teilnehmer auf ihren Positionen, sei das Gegenteil zu erwarten, sagte Song.
US-Chefunterhändler Christopher Hill sagte, dass der „Deal“ bei den Verhandlungen in Peking Nordkoreas Interesse entspreche. Die Verhandlungen würden dort beginnen, wo die letzten Gespräche endeten. Während der multilateralen Gespräche würden auch bilaterale Treffen zwischen Nordkorea und den USA stattfinden. Hill wies jedoch Spekulationen zurück, wonach beide Länder vor der Wiederaufnahme von Sechser-Verhandlungen ein direktes Gespräch führen wollten.