Süd- und Nordkorea haben bei ihrem Ministergespräch in Pjöngjang eine sechs Punkte umfassende Vereinbarung erzielt.
Vereinbart wurde in erster Linie eine weitere Runde der Zusammenführung getrennter Familien Anfang November. Zwei bis drei weitere Videoschaltungen zwischen Familien in beiden Landesteilen würden parallel dazu stattfinden. Das nächste Ministertreffen wird ab 13. Dezember auf der südkoreanischen Ferieninsel Jeju für vier Tage veranstaltet. Beide Koreas waren sich auch in der Notwendigkeit eines weiteren innerkoreanischen Militärgesprächs einig. Sie einigten sich außerdem darauf, sich künftig für pragmatische Schritte zur Friedensverankerung und militärischen Entspannung auf der Halbinsel einzusetzen.
Zu Beratungen über Details gemeinsamer Wirtschaftsprojekte sollten weitere Wirtschaftsgespräche stattfinden. Zur Frage der südkoreanischen Kriegsvermissten wurde lediglich vereinbart, das Thema bei bilateralen Rot-Kreuz-Gesprächen weiter zu diskutieren. Die Frage war bei der diesmaligen Runde in der nordkoreanischen Hauptstadt der größte Streitpunkt.
Die südkoreanische Delegation ist heute nach Seoul zurückgekehrt.