Der japanische Premierminister Junichiro Koizumi hat die Normalisierung der Beziehungen zu Nordkorea von der Klärung der mutmaßlichen Entführung einer japanischen Studentin durch Nordkoreaner abhängig gemacht. Berichten japanischer Medien zufolge deutete Koizumi damit an, dass die japanische Regierung den Entführungsverdacht thematisieren wolle, wenn die zurzeit stagnierenden Verhandlungen mit Nordkorea wieder aufgenommen werden sollten. Die Wiederaufnahme der Verhandlungen ist jedoch, nach Analysen der japanischen Medien, fraglich, da von Nordkorea ein Protest gegen die Anschuldigungen Japans erwartet wird. Am vergangenen Montag gab es in Japan Medienberichte, wonach die japanische Studentin Keiko Arkmoto, die im Jahre 1983 in London vermisst gemeldet wurde, höchstwahrscheinlich von nordkoreanischen Agenten entführt wurde.