Nordkorea hat sich in der Frage der Leichtwasserreaktoren gegenüber einem US-Politiker flexibler gezeigt.
Nordkorea ist bereit, abgebrannte Brennstäbe durch ein Drittland aufbereiten zu lassen, sollten die anderen fünf Teilnehmerstaaten der Sechser-Gespräche Brennstäbe für den Betrieb von Leichtwasserreaktoren liefern, berichtete der Gouverneur des US-Bundesstaates New Mexico, Bill Richardson, auf einer Pressekonferenz in Seoul. Richardson hatte Nordkorea vom 17. bis 20. Oktober besucht. Nach weiteren Angaben des Gouverneurs hätten sich die nordkoreanischen Beamten auch in der Frage des Liefertermins der Reaktoren flexibler gezeigt.
Nordkorea habe außerdem versichert, die Vereinbarungen bei der letzten Runde der Atomgespräche einzuhalten. Auch sei man bereit, Funktionäre der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) nach Pjöngjang einzuladen. Richardson habe Nordkorea zudem vorgeschlagen, während der fünften Runde der Atomgespräche den Fünf-Megawatt-Graphitreaktor in Youngbyeon abzubauen, um Vertrauen zu gewinnen.
Nordkorea habe zugesichert, den Aufenthalt von Mitarbeitern internationaler Hilfswerke weiter zuzulassen. Die Zahl der Mitarbeiter solle jedoch bei Hilfsorganisationen und Nichtregierungsorganisationen jeweils auf 30 eingeschränkt werden. Dies alles geschehe jedoch unter der Voraussetzung, dass die derzeitige Dringlichkeitshilfe in Entwicklungshilfe umgewandelt wird.